Kurz gesagt: Highland Park 18 Jahre „Viking Pride“ ist das gereifte Aushängeschild der Orkney-Brennerei: 18 Jahre in Sherry-seasoned Fässern aus europäischer und amerikanischer Eiche, mit aromatischem Torf vom Hobbister Moor und 43 % vol. Laut Beschreibung reich, vollmundig, mit Sherry, Honig, Eiche und Torfrauch.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennerei | Highland Park |
| Herkunft | Orkney, Schottland |
| Whisky-Typ | Single Malt Scotch Whisky |
| Alter | 18 Jahre |
| Fass | First-Fill-Sherry-seasoned europäische und amerikanische Eiche |
| Torf/Rauch | aromatisch (Torf vom Hobbister Moor) |
| Alkoholgehalt | 43 % vol. |
| Inhalt | 0,7 l |
Was ist der Highland Park 18 Viking Pride?
Der Highland Park 18 Jahre mit dem Beinamen „Viking Pride“ ist die älteste Abfüllung der Kernrange der Orkney-Brennerei – neben dem 10-Jährigen („Viking Scars“) und dem 12-Jährigen („Viking Honour“). Er reift 18 Jahre und wird laut Whisky.de mit 43 % vol. in der 0,7-Liter-Flasche abgefüllt.
Er ist deutlich höher positioniert als der 12-Jährige und eignet sich besonders für besondere Anlässe oder als Geschenk für erfahrene Genießer.
Die Wikinger-Namen der Range erinnern an die skandinavische Vergangenheit Orkneys. Wer die drei Abfüllungen kennt, kann gut verfolgen, wie sich der Hausstil mit zunehmender Reifezeit entwickelt.
Brennerei und Herkunft
Die Geschichte von Highland Park reicht laut Whisky.de bis 1798 zurück, als Magnus Eunson auf dem Gelände illegal zu destillieren begann. Rund dreißig Jahre später, 1825, erhielt die Brennerei ihre offizielle Lizenz. Sie liegt auf Orkney, der Inselgruppe vor der Nordküste Schottlands, und zählt damit zu den Insel-Whiskys.
Orkney ist bekannt für seine heidekrautreichen Landschaften und Torfmoore. Aus diesen Mooren stammt auch der Torf, der Highland Park seinen typischen aromatischen Rauch verleiht.
Herstellung: 18 Jahre im Sherry-seasoned Fass
Laut den Verkaufsunterlagen der Brennerei, die The Rum Howler Blog wiedergibt, reift der 18-Jährige in einem hohen Anteil von First-Fill-Fässern aus europäischer und amerikanischer Eiche, die mit Sherry vorbelegt („seasoned“) wurden. Solche Fässer geben dem Whisky Trockenfrüchte, Gewürze und eine tiefe Farbe – nach 18 Jahren ist dieser Einfluss entsprechend ausgeprägt.
Für den Rauch wird ein Teil der gemälzten Gerste mit handgestochenem, aromatischem Torf vom Hobbister Moor auf Orkney getrocknet. Die Brennerei bezeichnet ihn ausdrücklich als „aromatisch“ – der Rauch soll sich in das Gesamtbild einfügen.
Angaben zu Kühlfiltration oder Farbstoff enthalten die vorliegenden Händlerangaben nicht. Wer wissen möchte, wie Fassreifung und Torf zusammenwirken, findet Hintergründe im Ratgeber zur Whisky-Herstellung.
Stil laut Beschreibung
Whisky.de beschreibt das Aroma als reich, mit Sherrynote, Anklängen von Eiche und aromatischem Rauch. Am Gaumen sei er reich und vollmundig, mit Honig und Torfrauch. Der Abgang wird als weich, komplex und lang beschrieben. Insgesamt zeige der 18-Jährige überraschend viel Rauch, ergänzt durch Sherry und Eiche, bei vollem Körper.
Im Vergleich zum 12-Jährigen wirkt der 18-Jährige damit tiefer und komplexer: mehr Sherry, mehr Eiche, mehr Nachhall – bei weiterhin ausgewogenem, nie aufdringlichem Rauch.
Für dich bedeutet das: Der Highland Park 18 ist ein Whisky zum Entdecken. Mit jedem Schluck können andere Facetten in den Vordergrund treten – mal Sherry und Trockenfrucht, mal Honig, mal Eiche und Rauch. Gerade diese Vielschichtigkeit ist es, die gereifte Malts für viele Genießer so reizvoll macht.
Genuss
Einen 18 Jahre alten Malt solltest du in Ruhe genießen. Ein Nosing-Glas bündelt die vielschichtigen Aromen; Empfehlungen findest du bei unseren Whiskygläsern. Lass den Whisky nach dem Einschenken einige Minuten stehen und probiere ihn zuerst pur. Wasser ist bei 43 % vol. Geschmackssache – ein einzelner Tropfen kann neue Facetten zeigen.
Zu dunkler Schokolade, gereiftem Hartkäse oder Wildgerichten passt das beschriebene Profil gut. Whisky ist eine Spirituose: Genieße ihn in Maßen. Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren.
Bewahre die Flasche aufrecht, kühl und lichtgeschützt auf. Bei einem hochwertigen Whisky wie diesem lohnt es sich, eine angebrochene Flasche nicht über Jahre stehen zu lassen, wenn nur noch wenig darin ist – mit viel Luft in der Flasche können sich die Aromen langsam verändern. Wer häufiger kleine Mengen genießt, kann den Rest auch in eine kleinere Flasche umfüllen.
Für wen lohnt er sich – und Alternativen
Der Highland Park 18 ist ideal, wenn du gereifte, komplexe Single Malts schätzt und eine Balance aus Sherry, Honig und dezentem Rauch suchst. Als Geschenk für erfahrene Whiskyfreunde ist er eine naheliegende Wahl. Für Einsteiger lohnt es sich, zunächst den 12-Jährigen zu probieren, um den Hausstil kennenzulernen.
Wer den Unterschied zwischen 12 und 18 Jahren erleben möchte, stellt beide nebeneinander: gleiche Brennerei, gleicher Stil – und doch ein deutlich anderes Ergebnis durch die längere Reifung.
- Highland Park 12 Viking Honour: jüngerer Bruder, gleicher Hausstil
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Häufige Fragen
Wie viel Alkohol hat Highland Park 18?
Laut Whisky.de 43 % vol.
Ist Highland Park 18 rauchig?
Ja, aber dezent und aromatisch. Laut Beschreibung zeigt er überraschend viel Rauch, eingebettet in Sherry, Honig und Eiche.
In welchen Fässern reift der 18-Jährige?
Laut Brennerei in einem hohen Anteil von First-Fill-Sherry-seasoned Fässern aus europäischer und amerikanischer Eiche.
Was ist der Unterschied zum Highland Park 12?
Der 18-Jährige reift sechs Jahre länger, wird mit 43 statt 40 % vol. abgefüllt und wirkt laut Beschreibung reicher und komplexer.
Quellen
- Whisky.de: Highland Park Viking Pride 18 Years
- The Rum Howler Blog: Viking Pride
- Produktangaben bei Amazon
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