Tobermory 12: Ungetorfter Single Malt von der Isle of Mull

Kurz gesagt: Der Tobermory 12 ist der ungetorfte Single Malt der Tobermory Distillery auf der Isle of Mull. Er reift in amerikanischer Eiche, wird mit 46,3 % vol abgefüllt und zeigt sich laut Brennerei zitrusfrisch, cremig und würzig. Ideal, wenn du Inselwhisky ohne Rauch suchst.

Tobermory 12 Single Malt Whisky (1 x 0.7 l)
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Preis inkl. MwSt., zuletzt aktualisiert am 26.10.2026 um 23:15 Uhr. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern; maßgeblich ist der Preis bei Amazon zum Zeitpunkt des Kaufs.

Steckbrief

MerkmalAngabe
BrennereiTobermory Distillery
HerkunftTobermory, Isle of Mull, Schottland (Islands)
Whisky-TypSingle Malt Scotch Whisky, ungetorft
Alter12 Jahre
Fassamerikanische Eiche
Alkoholgehalt46,3 % vol
Inhalt0,7 l

Was ist der Tobermory 12?

Der Tobermory 12 ist ein Single Malt Scotch Whisky aus der Tobermory Distillery auf der Hebrideninsel Mull. Anders als sein getorfter Bruder Ledaig wird er aus ungetorfter Gerste gebrannt. Die Brennerei beschreibt ihn kurz als „Citrusy, Creamy and Spicy“ – zitrusfrisch, cremig und würzig. Er reift zwölf Jahre in amerikanischer Eiche und wird mit 46,3 % vol abgefüllt. Die Flasche enthält 0,7 Liter.

Damit ist er ein gutes Beispiel dafür, dass Inselwhisky nicht automatisch rauchig sein muss. Viele denken bei den Hebriden zuerst an Torf und Seetang, doch gerade die Inselbrennereien zeigen eine große Bandbreite: von fruchtig-mild über leicht rauchig bis zu kräftig torfig. Tobermory steht klar auf der fruchtigen Seite.

Die Brennerei setzt mit der Altersangabe von zwölf Jahren auf eine klassische Reifezeit. In der Kernrange gibt es laut Wikipedia zudem einen Tobermory 21; der Brennerei-Shop führt außerdem ältere Sonderabfüllungen der „Hebridean Series“ und Weinfass-Editionen. Der 12-Jährige ist damit das Einstiegsmodell der ungetorften Linie.

Brennerei & Herkunft: Tobermory auf Mull

Die Destillerie steht im Hafenort Tobermory an der Nordspitze von Mull. Gegründet wurde sie 1798 von John Sinclair, damals unter dem Namen Ledaig. Sie gehört zu den älteren Brennereien Schottlands, hat aber eine wechselvolle Geschichte: mehrere Besitzerwechsel, lange Stillstandsphasen, die Wiedereröffnung 1972 und eine Modernisierung der Produktion 1990. In den 1980er-Jahren wurden die Lagerhäuser verkauft und zu Wohnungen umgebaut.

Heute gehört Tobermory über Burn Stewart Distillers zur Distell-Gruppe, die Teil von Heineken ist. Laut The Whisky Shop produziert die Brennerei ein halbes Jahr den ungetorften Tobermory und ein halbes Jahr den getorften Ledaig.

Herstellung: ungetorft und in amerikanischer Eiche

Für den Tobermory wird gemälzte Gerste ohne Torfrauch verwendet. Destilliert wird auf den Pot Stills der Brennerei, dieselben Anlagen, auf denen auch der Ledaig entsteht. Die Reife erfolgt laut Brennerei in Fässern aus amerikanischer Eiche, typischerweise ehemalige Bourbonfässer, die Vanille- und Fruchtnoten beisteuern.

  • Ungetorfte, gemälzte Gerste
  • Destillation in kupfernen Pot Stills
  • 12 Jahre Reife in amerikanischer Eiche
  • Abfüllung mit 46,3 % vol

Die Abfüllstärke von 46,3 % vol liegt etwas über dem Mindestwert von 40 % vol. Angaben zu Kühlfiltration oder Farbstoff haben wir in den aufgerufenen Quellen nicht gefunden.

Stil: Zitrus, Creme und Gewürz

Neben der Kurzbeschreibung der Brennerei nennt The Whisky Shop tropische Frucht am Gaumen, einen cremigen Körper, einen Hauch Gewürz und einen Abgang, der an Kaubonbon-Toffee erinnert. Rauch spielt keine Rolle.

Stilistisch erinnert das an fruchtige Highland- oder Speyside-Malts aus amerikanischer Eiche, mit einem leicht maritimen Inselcharakter. Wer den Vergleich sucht, findet in unserer Kategorie Speyside-Whisky verwandte Stile.

Genuss: So trinkst du ihn

Pur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas kommen die Zitrus- und Cremenoten am besten zur Geltung. Bei 46,3 % vol kannst du mit ein paar Tropfen Wasser experimentieren – oft treten Frucht und Malz dann deutlicher hervor.

Als Begleiter passen leichte Desserts mit Zitrus, Shortbread oder milder Käse. Für Highballs ist er eigentlich zu schade, funktioniert aber durchaus.

Ein praktischer Tipp: Öffne die Flasche nicht im warmen Auto oder neben der Heizung, sondern lagere sie stehend, kühl und dunkel. So bleibt der Korken trocken und das Aroma stabil, auch wenn die Flasche einige Monate offen ist.

Whisky ist eine Spirituose für Erwachsene: Genieße ihn bewusst und in Maßen – Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren.

Für wen lohnt er sich – und Alternativen

Der Tobermory 12 lohnt sich, wenn du fruchtig-cremige Malts magst und dich für die Inselbrennereien interessierst, aber keinen Rauch willst. Durch die etwas höhere Abfüllstärke hat er mehr Substanz als viele Standardabfüllungen mit 40 % vol.

Wenn du dagegen Torf suchst, ist der Ledaig 10 aus derselben Brennerei die naheliegende Alternative. Eine weitere Inseloption mit leichtem Rauch und Sherry-Finish ist der Jura 12 von der Nachbarinsel Jura.

Zum Vergleich der beiden Hausmarken der Brennerei:

MerkmalTobermory 12Ledaig 10
Gersteungetorftgetorft
Fass laut Brennereiamerikanische EicheBourbonfass
Stil laut Brennereizitrusfrisch, cremig, würzigpfeffrig, rauchig, malzig
Alkoholgehalt46,3 % vol46,3 % vol

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Häufige Fragen

Ist der Tobermory 12 rauchig?

Nein. Tobermory wird aus ungetorfter Gerste gebrannt; die rauchige Variante der Brennerei heißt Ledaig.

Wie viel Alkohol hat der Tobermory 12?

Er wird mit 46,3 % vol abgefüllt.

Worin reift der Tobermory 12?

Laut Brennerei in Fässern aus amerikanischer Eiche, zwölf Jahre lang.

Wo liegt die Tobermory Distillery?

Im Hafenort Tobermory an der Nordspitze der Isle of Mull, einer Insel der Inneren Hebriden.

Quellen

Whisky ist eine Spirituose und ein Genussmittel. Diese Seite richtet sich ausschließlich an Erwachsene ab 18 Jahren. Bitte genieße verantwortungsvoll. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

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