Kurz gesagt: Der Laphroaig Triple Wood ist ein rauchiger Islay Single Malt ohne Altersangabe, der nacheinander in Bourbonfässern, kleinen Quarter Casks und Oloroso-Sherryfässern reift. Abgefüllt wird er mit 48 % vol. Er verbindet den typischen Laphroaig-Torf mit einer dezenten Sherry-Süße.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennerei | Laphroaig, Islay (Schottland) |
| Whisky-Typ | Islay Single Malt Scotch Whisky |
| Alter | ohne Altersangabe |
| Reifung | Bourbonfass, Quarter Cask, Oloroso-Sherryfass |
| Torf/Rauch | rauchig |
| Alkoholgehalt | 48 % vol |
Was ist der Laphroaig Triple Wood?
Der Triple Wood ist die Abfüllung im Laphroaig-Sortiment, die den kräftigen Islay-Rauch der Brennerei mit Sherryfass-Einfluss verbindet. Der Name verrät das Konzept: Der Whisky durchläuft drei verschiedene Fasstypen, bevor er in die Flasche kommt. Eine Altersangabe trägt er nicht. Der schottische Fachhändler The Whisky Barrel beschreibt ihn als gelungene Verbindung von Torf-, Eichen- und Sherrynoten.
Laphroaig liegt im Süden der Insel Islay, und die Brennerei ist für ihren medizinisch-torfigen Stil bekannt, der viele Whiskyfreunde begeistert und manche abschreckt. Der Triple Wood ist innerhalb dieser Familie die etwas rundere, süßere Variante. Viele Amazon-Kunden haben ihn bewertet – er gehört zu den beliebten Laphroaig-Abfüllungen.
Herstellung: drei Fässer nacheinander
Laut den Angaben bei The Whisky Barrel reift der Whisky in drei Stufen:
- zuerst in Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche
- dann in kleinen Quarter Casks nach dem Vorbild des 19. Jahrhunderts
- zum Schluss in Oloroso-Sherryfässern
Die erste Stufe bringt Vanille und die typische Bourbonfass-Süße. In den Quarter Casks, die deutlich kleiner sind als normale Fässer, hat der Whisky mehr Holzkontakt – dieser Schritt ist auch die Grundlage des Laphroaig Quarter Cask. Die abschließende Reifung im Oloroso-Fass legt dann eine Schicht aus Trockenfrucht und Nussigkeit über den Rauch.
Abgefüllt wird der Triple Wood mit 48 % vol. Ob er kühlgefiltert oder gefärbt ist, gibt der Händler nicht an – schau dafür bei Bedarf auf das Etikett.
Stil: Rauch mit Sherry-Mantel
Formelle Tasting Notes nennt die Quelle nicht, beschreibt aber den Charakter: Die dreifache Fassreifung balanciert Torf, Eiche und Sherry, dazu kommen eine dezente Sherry-Süße und ein Hauch Meersalz. Der klassische Laphroaig-Torfrauch bleibt dabei erkennbar.
Das passt zu dem, was man allgemein von torfigen Islay-Malts aus Sherryfässern erwarten kann: Der Rauch wirkt weniger kantig, dazu kommen Noten von Rosinen, Nüssen und dunkler Süße. Wenn dir reine Bourbonfass-Laphroaigs zu medizinisch sind, könnte der Triple Wood die versöhnlichere Variante sein. Mehr über die Wirkung von Sherryfässern erfährst du in unserer Kategorie Sherryfass-Whisky.
So genießt du ihn
Probier den Triple Wood zuerst pur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas, damit sich Rauch und Sherry-Aromen sortieren können. Danach kannst du ein paar Tropfen stilles Wasser dazugeben – bei 48 % vol öffnet das oft zusätzliche fruchtige Noten. Eis ist Geschmackssache, dämpft aber die Aromen deutlich.
Zum Essen passen kräftige, würzige Begleiter: dunkle Schokolade, gereifter Hartkäse oder ein Stück Früchtebrot greifen die Sherry-Süße auf. Rauchige Gerichte dagegen addieren nur weiteren Rauch.
Whisky ist eine Spirituose – genieße ihn maßvoll. Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren.
Was die Fassabfolge im Glas bewirkt
Mehrfache Fassreifungen sind kein Selbstzweck. Jede Stufe beeinflusst den Whisky auf eigene Weise: Bourbonfässer geben vor allem Vanille, Kokos und eine helle Süße ab. Kleine Quarter Casks verstärken durch den intensiveren Holzkontakt Würze und Tannine. Oloroso-Sherryfässer bringen schließlich Noten von Trockenfrüchten, Nüssen und einer trockenen Würze ein.
Beim Triple Wood überlagern sich diese Schichten mit dem Laphroaig-typischen Torf. Je nach Glas, Temperatur und Wasserzugabe tritt mal das eine, mal das andere in den Vordergrund. Es lohnt sich daher, dir für die erste Verkostung etwas Zeit zu nehmen und den Whisky über eine halbe Stunde hinweg immer wieder zu riechen – du wirst merken, wie er sich im Glas verändert. Tipps dazu findest du in unserem Bereich Whisky-Verkostung.
Für wen lohnt er sich – und Alternativen
Der Triple Wood ist eine gute Wahl, wenn du Islay-Rauch magst, aber auch dunkle Fruchtnoten aus Sherryfässern schätzt. Gerade als Geschenk für jemanden, der rauchigen Whisky liebt und schon den Laphroaig 10 kennt, bietet er eine interessante Variation.
Weniger geeignet ist er, wenn du grundsätzlich keinen Torfrauch magst – der bleibt trotz Sherryfass präsent. Und wer einen sehr intensiven Sherry-Charakter sucht, findet in reinen Sherryfass-Abfüllungen anderer Brennereien mehr davon.
- Pro: Rauch und Sherry-Süße in Balance, interessante Fassabfolge
- Contra: keine Altersangabe, Rauch bleibt dominant
Im eigenen Haus sind der Quarter Cask (ohne Sherry-Stufe) und der Laphroaig Select (milder und mit 40 % vol abgefüllt) die nächsten Verwandten. Wenn du die Kombination aus Torf und Sherry spannend findest, lohnt ein Blick auf Islay-Malts anderer Brennereien, die Sherryfässer einsetzen, etwa bei Bowmore. Alle rauchigen Abfüllungen findest du gesammelt unter Rauchiger Whisky.
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Häufige Fragen
In welchen Fässern reift der Laphroaig Triple Wood?
Nacheinander in Bourbonfässern, in kleinen Quarter Casks und in Oloroso-Sherryfässern.
Wie viel Alkohol hat er?
Er wird mit 48 % vol abgefüllt.
Ist der Triple Wood weniger rauchig als der Laphroaig 10?
Der Torfrauch bleibt deutlich, wird aber durch Eiche und Sherry-Süße abgerundet. Wie stark du das empfindest, hängt vom eigenen Geschmack ab.
Hat er eine Altersangabe?
Nein, der Triple Wood ist ohne Altersangabe abgefüllt.
Quellen
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