Kurz gesagt: Der Balvenie 14 Jahre The Week of Peat erinnert an ein Experiment von 2002, als Balvenie eine Woche lang Gerste über Torf trocknete. Laut Brennerei zeigt er sanften, süßen Torfrauch, florale Noten, Butterscotch und Honig. Ein guter Brückenschlag zwischen fruchtiger Speyside und rauchigem Whisky.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennerei | The Balvenie |
| Region | Speyside, Schottland |
| Whisky-Typ | Single Malt Scotch Whisky |
| Alter | 14 Jahre |
| Torf/Rauch | ja, sanft |
| Alkoholgehalt | 48,3 % vol. |
| Reihe | The Balvenie Stories |
Was ist der Balvenie 14 The Week of Peat?
Rauchiger Whisky aus der Speyside? Das klingt zunächst nach einem Widerspruch, denn die Region ist eigentlich für fruchtige, rauchfreie Malts bekannt. Genau das macht den Balvenie 14 Jahre The Week of Peat interessant. Er gehört zur 2019 vorgestellten Reihe „The Balvenie Stories“, in der jede Abfüllung eine Geschichte aus der Brennerei erzählt.
Laut Master of Malt ist The Week of Peat eine Weiterentwicklung des Balvenie Peat Week 14 Year Old aus dem Jahr 2017. Das Etikett und die Röhre wurden – wie bei allen Stories-Abfüllungen – vom Künstler Andy Lovell illustriert.
Die Geschichte: Eine Woche Torf
Hintergrund ist ein Versuch aus dem Jahr 2002. Damals nutzte Balvenie eine einwöchige Pause im regulären Produktionsplan, um Gerste mit Torf zu trocknen – ein Experiment für eine Brennerei, die sonst ungetorften Malt herstellt. Der Whisky aus dieser Woche bildet die Basis der Geschichte, die diese Abfüllung erzählt.
Master of Malt nennt in diesem Zusammenhang auch den früheren Brennereimanager Ian Millar, der mithalf, Torf in die Speyside-Produktion einzuführen. Malt Master der Brennerei war damals David Stewart, der in den Stories ebenfalls zu Wort kommt.
Für Speyside-Verhältnisse ist so ein Projekt ungewöhnlich. Torfrauch ist eher typisch für Islay und einige Inselbrennereien. Wenn eine Speyside-Brennerei torft, bleibt der Rauch meist zurückhaltender und verbindet sich mit dem fruchtigen Hausstil, statt ihn zu überdecken.
Herstellung: Torf, Reife, Trinkstärke
Beim Torfen wird die gemälzte Gerste über einem Torffeuer getrocknet. Der Rauch lagert sich an den Körnern an und bringt die typischen phenolischen Aromen in den Whisky – je nach Intensität von leicht rauchig bis medizinisch. Die Week of Peat setzt laut Beschreibung auf die sanfte Variante.
Der Whisky ist 14 Jahre alt und wird mit 48,3 % vol. abgefüllt. Durch die etwas höhere Trinkstärke lohnt es sich, mit wenigen Tropfen Wasser zu experimentieren. Weitere Hintergründe zum Torfen findest du in unserer Rubrik rauchiger Whisky.
Wie viel Rauch letztlich im Glas ankommt, hängt von mehreren Faktoren ab: wie stark die Gerste getorft wurde, wie die Destillation geführt wird und wie lange der Whisky im Fass reift. Mit zunehmendem Alter treten Rauchnoten oft etwas zurück und verbinden sich mit Holz- und Fruchtaromen. Bei einem 14-Jährigen ist daher eher ein eingebundener als ein vordergründiger Rauch zu erwarten – was zu den Beschreibungen der Brennerei passt.
Stil laut Brennerei
Wir haben den Whisky nicht selbst verkostet. Laut den bei Master of Malt wiedergegebenen Notizen zeigt die Nase sanften, süßen Torfrauch, leichte florale Noten und Butterscotch-Honig. Am Gaumen sei er samtig, wobei der Torfrauch Zitrus, Eichenvanille und Blütenhonig ausbalanciere. Der Abgang bringe sanften Rauch und eine cremige Vanillesüße.
Damit ist The Week of Peat kein Rauch-Monster, sondern ein fruchtig-süßer Speyside-Malt mit einer deutlich wahrnehmbaren, aber gezähmten Rauchschicht.
Gerade für Genießer, die bisher einen Bogen um rauchige Whiskys gemacht haben, ist dieses Profil ein guter Einstieg. Wenn dir die Kombination aus Honig, Vanille und leichtem Rauch gefällt, ist der Schritt zu kräftigeren Vertretern nicht mehr groß. Wenn nicht, weißt du zumindest, dass Torf nicht dein Ding ist, ohne gleich eine ganze Flasche Islay-Malt angebrochen zu haben.
Genuss und für wen er sich lohnt
Probiere ihn zuerst pur aus einem Nosing-Glas, dann mit ein paar Tropfen Wasser. Passende Gläser findest du bei unseren Whiskygläsern. Als Begleitung passen geräucherter Lachs, Bratapfel, Karamell-Desserts oder ein würziger Bergkäse. Bitte genieße Whisky in Maßen; Spirituosen sind ausschließlich für Erwachsene ab 18 Jahren.
Lohnend ist er für dich, wenn du Speyside-Malts magst und dich vorsichtig an Rauch herantasten willst. Auch Freunde rauchiger Whiskys, die etwas Sanfteres als Islay suchen, kommen auf ihre Kosten. Weniger passend ist er, wenn du intensiven Islay-Torf erwartest oder gar keinen Rauch magst.
Alternativen
Den ungetorften Gegenpol aus derselben Reihe bildet der Balvenie 12 Sweet Toast of American Oak. Wer mehr Rauch will, findet auf Islay deutlich intensivere Vertreter wie den Laphroaig 10 Jahre oder den Lagavulin 16 Jahre.
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Häufige Fragen
Ist ein Speyside-Whisky normalerweise rauchig?
In der Regel nicht. The Week of Peat ist eine Ausnahme und erinnert an ein Torf-Experiment der Brennerei im Jahr 2002.
Wie rauchig ist The Week of Peat?
Laut Brennerei ist der Rauch sanft und süß und wird von Zitrus, Vanille und Honig ausbalanciert. Er ist deutlich milder als typische Islay-Malts.
Welchen Alkoholgehalt hat er?
Er wird mit 48,3 % vol. abgefüllt.
Gehört er zu einer Reihe?
Ja, zur Reihe The Balvenie Stories, die 2019 mit drei Abfüllungen startete.
Quellen
- Master of Malt: The Balvenie Stories range launches with three special whiskies
- Produktangaben bei Amazon
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The Balvenie 12 Jahre Sweet Toast of American Oak: Speyside-Malt mit Kentucky-Eichen-Finish
Glenlivet Captain’s Reserve: Speyside-Malt mit Cognacfass-Finish
Macallan 12 Jahre Sherry Oak: Speyside-Malt aus Sherryfässern aus Jerez
Aberlour 14 Jahre Double Cask: Speyside-Malt aus Bourbon- und Sherryfässern
The Glenlivet 18 Jahre: Gereifter Speyside-Malt aus amerikanischer und europäischer Eiche
Cardhu Gold Reserve: Milder Speyside-Malt aus getoasteten Eichenfässern
Glenfiddich 18 Jahre: Gereifter Speyside-Malt aus Sherry- und Bourbonfässern
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Tamnavulin Speyside Single Malt: Milder Malt mit Sherryfass-Finish
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