Kurz gesagt: Der Aberlour 14 Jahre Double Cask reift in Ex-Bourbon- und Sherryfässern, die nach der Reife vermählt werden. Laut Fachhandel zeigt er Vanille, reife Kirschen, Karamell und Beerenkonfitüre. Ein runder, süß-fruchtiger Speyside-Malt für alle, die Sherry-Einfluss ohne Schwere mögen.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennerei | Aberlour (Pernod Ricard) |
| Region | Speyside, Schottland |
| Whisky-Typ | Single Malt Scotch Whisky |
| Alter | 14 Jahre |
| Fässer | Ex-Bourbon- und Sherryfässer |
| Alkoholgehalt | 40 % vol. |
| Farbstoff | mit Zuckerkulör |
| Inhalt | 0,7 l |
Was ist der Aberlour 14 Jahre Double Cask?
Aberlour ist eine der Speyside-Brennereien, die seit Langem für ihren Umgang mit Sherryfässern geschätzt werden. Der 14 Jahre Double Cask gehört zum Kernsortiment und steht zwischen dem jüngeren 12-Jährigen und dem älteren 16 Jahre Double Cask. Viele Amazon-Kunden haben ihn bewertet.
Das Prinzip „Double Cask“ ist bei Aberlour klar umrissen: Ein Teil des Whiskys reift in traditionellen Eichenfässern, die vorher Bourbon enthielten, ein anderer in Sherryfässern. Erst nach der Reife werden beide Anteile miteinander vermählt. Der Fachhändler whisky.de gibt für die angebotene Version 0,7 Liter und 40 % vol. an.
Damit unterscheidet sich das Konzept von einem Finish, bei dem ein fertig gereifter Whisky nur für einige Monate in ein zweites Fass wandert. Hier reifen beide Komponenten über die volle Zeit getrennt und werden erst am Ende zusammengeführt.
Brennerei und Herkunft
Die Brennerei Aberlour liegt im gleichnamigen Ort in der Speyside. Gegründet wurde sie laut whisky.de 1826 von James Gordon und Peter Weir. 1879 brannte die Brennerei ab und wurde von James Fleming wieder aufgebaut. Heute gehört Aberlour zum Konzern Pernod Ricard.
Die Speyside ist bekannt für fruchtige, eher süße Malts. Aberlour verbindet diesen Grundcharakter traditionell mit deutlichem Sherry-Einfluss.
Interessant für Kenner: In der unmittelbaren Nachbarschaft liegt mit GlenAllachie eine weitere Brennerei, die ebenfalls stark auf Sherryfässer setzt. Wer mag, kann die beiden Häuser bei einer Verkostung direkt vergleichen.
Herstellung: Bourbon trifft Sherry
Die beiden Fasstypen bringen unterschiedliche Aromen ein, die sich beim Vermählen ergänzen:
| Fasstyp | Typischer Beitrag |
|---|---|
| Ex-Bourbonfass (amerikanische Eiche) | Vanille, Honig, helle Frucht |
| Sherryfass (meist europäische Eiche) | Trockenfrüchte, Beeren, Gewürze |
Laut whisky.de enthält der Aberlour 14 Double Cask Farbstoff in Form von Zuckerkulör. Das ist bei großen Standardabfüllungen verbreitet und dient einer gleichbleibenden Optik. Angaben zur Kühlfiltrierung macht der Händler nicht.
Die Altersangabe 14 Jahre bezieht sich wie immer auf den jüngsten Whisky in der Flasche. Mehr zu Fässern und Reifung findest du in unserer Rubrik Sherryfass-Whisky.
Stil laut Fachhandel
Wir haben den Whisky nicht selbst verkostet. Laut whisky.de balanciert die Nase zwischen süßer Vanille und reifen Kirschen. Am Gaumen sei er rund und weich, mit Karamell, Beerenkonfitüre und dezenten Gewürzen. Der Abgang wird als lang, ausgewogen und süß beschrieben. Das Geschmacksprofil ordnet der Händler unter „süß, fruchtig, Sherry“ ein.
Das ist ein typisches Profil für einen Speyside-Malt mit Bourbon- und Sherryanteil: zugänglich, fruchtig, mit einer warmen Gewürznote, aber ohne die Schwere einer reinen Sherryfassreifung. Rauch spielt keine Rolle.
Wenn du den Einfluss der beiden Fasstypen besser verstehen willst, hilft ein kleiner Trick: Probiere den Aberlour 14 nacheinander neben einem Malt, der nur in Bourbonfässern gereift ist, und neben einem, der vollständig im Sherryfass lag. Du wirst merken, dass der Double Cask genau dazwischen liegt – mit der Vanille und Leichtigkeit des einen und der Trockenfrucht des anderen. Genau diese Balance ist das Ziel der Double-Cask-Idee. Für Einsteiger in den Sherry-Stil ist das oft angenehmer als eine reine Sherryfassreifung, die schnell sehr dicht und würzig ausfallen kann.
Genuss und für wen er sich lohnt
Den Aberlour 14 trinkst du am besten pur aus einem Nosing-Glas, gern mit ein paar Tropfen Wasser im zweiten Schluck. Er passt zu Schwarzwälder Kirschtorte, Beerendesserts, dunkler Schokolade oder einem milden Blauschimmelkäse. Gläser und Ideen zum Servieren findest du in unserem Ratgeber Whisky genießen und servieren. Bitte genieße Whisky in Maßen; Spirituosen sind ausschließlich für Erwachsene ab 18 Jahren.
Lohnend ist er für dich, wenn du runde, süß-fruchtige Malts mit Sherry-Einfluss magst und einen verlässlichen Begleiter für ruhige Abende suchst. Weniger passend ist er, wenn dir natürliche Farbe wichtig ist oder du rauchige, kräftige Whiskys bevorzugst.
Alternativen
Mehr Reife und etwas mehr Sherry bietet der Aberlour 16 Jahre Double Cask, der mit 43 % vol. abgefüllt wird. Ähnlich konzipiert ist der Macallan 15 Jahre Double Cask. Wer einen Sherry-Malt mit natürlicher Farbe sucht, schaut sich den GlenAllachie 12 Jahre an.
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Häufige Fragen
Was bedeutet Double Cask bei Aberlour?
Ein Teil des Whiskys reift in Ex-Bourbonfässern, ein anderer in Sherryfässern. Nach der Reife werden beide Anteile vermählt.
Ist der Aberlour 14 gefärbt?
Laut Fachhändler whisky.de enthält er Zuckerkulör als Farbstoff.
Ist der Aberlour 14 rauchig?
Nein. Beschrieben werden Vanille, Kirschen, Karamell und Beerenkonfitüre, aber kein Torfrauch.
Wann wurde die Brennerei gegründet?
Laut whisky.de 1826; nach einem Brand 1879 wurde sie von James Fleming wieder aufgebaut.
Quellen
- whisky.de: Aberlour Double Cask 14 Years
- whisky.de: Aberlour Double Cask 16 Years
- Kensington Wine Market: GlenAllachie 12 Year Old (Lage der Brennerei)
- Produktangaben bei Amazon
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