Kurz gesagt: Der SLYRS Bavarian Peat ist ein rauchiger Single Malt aus Bayern. Die deutsche Gerste wird laut Brennerei in Bayern über Torffeuer gedarrt und erreicht 40 ppm Phenol. Laut Hersteller zeigt er erdige Torfnoten, Tabak, Trockenfrüchte, Birne und dunkle Schokolade.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennerei | SLYRS Destillerie, Neuhaus am Schliersee |
| Herkunft | Bayern, Deutschland |
| Whisky-Typ | Single Malt, getorft |
| Torf | deutsche Gerste, in Bayern über Torf gedarrt, 40 ppm Phenol |
| Alkoholgehalt | 43 % vol |
| Inhalt | 0,7 l |
Was ist der SLYRS Bavarian Peat?
Der SLYRS Bavarian Peat ist der rauchige Single Malt der bayerischen Brennerei SLYRS. Laut dem Fachmagazin Meininger kam er im November 2022 auf den Markt, zuerst im Webshop und im Brennerei-Shop am Schliersee, ab Dezember auch im Fachhandel. Abgefüllt wird er mit 43 % vol in der 0,7-Liter-Flasche.
Die Besonderheit steckt im Namen: Anders als viele Brennereien außerhalb Schottlands, die getorftes Malz aus Schottland zukaufen, setzt SLYRS hier auf deutsche Gerste, die in Bayern über Torffeuer gedarrt wurde. Damit gehört er gleich in zwei unserer Kategorien: deutscher Whisky und rauchiger Whisky.
Bayerischer Whisky mit Rauch ist noch immer eine Nische. Lange stammte nahezu jedes getorfte Malz in Europa aus Schottland, wo Torf traditionell als Brennstoff zum Darren genutzt wurde. Der Bavarian Peat zeigt, dass sich dieses Prinzip mit regionalen Rohstoffen übertragen lässt – mit eigenem Ergebnis.
Brennerei und Herkunft
SLYRS liegt am Schliersee in Oberbayern. Die Brennerei brennt seit 1999 Single Malt, zunächst in der Brennerei Lantenhammer und seit 2007 in einer eigenen Destillerie in Neuhaus. Der Bavarian Peat ergänzt das Sortiment um eine Richtung, die zuvor fehlte: einen dauerhaft erhältlichen Whisky mit deutlicher Torfnote.
Laut Meininger haben Master Distiller Hans Kemenater und sein Team bewusst deutsches, in Bayern getorftes Malz gewählt. Für das Brauen und Brennen nutzt SLYRS Bergquellwasser aus den bayerischen Alpen.
Herstellung: Torf aus Bayern
Torf entsteht in Mooren über Jahrtausende aus abgestorbenen Pflanzen. Wird gemälzte Gerste über einem Torffeuer getrocknet, nimmt sie Phenole auf, die später im Whisky als Rauch-, Erd- oder Medizinnoten erscheinen. Gemessen wird die Intensität in ppm Phenol im Malz. Der Bavarian Peat erreicht laut Meininger 40 ppm.
Zur Einordnung: Ein Wert um 40 ppm bewegt sich im Bereich deutlich rauchiger Malts. Weil Torf je nach Herkunft aus unterschiedlichen Pflanzen besteht, bringt er auch unterschiedliche Aromen. Laut Meininger soll der bayerische Torf eine besonders vielschichtige Torfnote erzeugen.
Zu Fasstypen und Alter macht der Bericht keine Angaben. Bekannt ist, dass SLYRS für seinen Classic Fässer aus amerikanischer Weißeiche einsetzt; ob das auch für den Bavarian Peat gilt, ist in unseren Quellen nicht belegt. Eine Altersangabe trägt die Flasche nicht.
Stil laut Brennerei
Wir haben den Bavarian Peat nicht verkostet. Laut den bei Meininger veröffentlichten Herstellerangaben sieht das Profil so aus:
| Bereich | Beschreibung laut SLYRS |
|---|---|
| Farbe | intensives Bernstein |
| Nase | feuchte Erde und Moos, Röstaromen, leicht süßlich, getrockneter Pfeffer, Kardamom |
| Gaumen | erdig, torfiger Rauch, Tabak, süße Trockenfrüchte, Birne, dunkle Schokolade |
| Abgang | lang anhaltend, mit Vanille, Zitrone und gesalzenem Karamell |
Auffällig ist der erdige, moosige Charakter. Islay-Malts zeigen typischerweise eher maritime, jodige oder medizinische Rauchnoten; der Bavarian Peat wird dagegen als Waldboden-Variante des Rauchs beschrieben.
So genießt du den Bavarian Peat
SLYRS empfiehlt, den Bavarian Peat pur bei Zimmertemperatur zu trinken. Ein Nosing-Glas mit schmaler Öffnung hilft, die Rauch- und Fruchtnoten auseinanderzuhalten; Modelle findest du bei unseren Whiskygläsern. Wenn dir der Rauch anfangs zu dominant erscheint, gib dem Whisky ein paar Minuten im Glas und probiere später ein paar Tropfen Wasser.
Zu rauchigen Malts passen kräftige Speisen wie gereifter Käse, geräucherter Fisch oder dunkle Schokolade. Wie bei jeder Spirituose gilt: maßvoll genießen, Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren.
Ein praktischer Tipp für Rauch-Neulinge: Probiere den Bavarian Peat nicht direkt nach einem milden, süßen Whisky, sondern als letzten Dram einer kleinen Runde. Der Torf überlagert sonst alles, was danach kommt. Und spüle das Glas danach gründlich aus, denn Rauchnoten halten sich hartnäckig.
Für wen lohnt er sich – und Alternativen
Der Bavarian Peat ist interessant für alle, die Rauch mögen und wissen wollen, wie deutscher Torf schmeckt. Er ist auch ein guter Gesprächsstoff bei einem Tasting mit schottischen Vergleichsflaschen. Wer keinen Rauch mag, greift besser zum SLYRS Classic.
Als Vergleich aus Deutschland bietet sich der Hellinger 42 Rauch aus Sachsen an. Für den klassischen schottischen Gegenpol eignet sich ein Islay-Malt wie Laphroaig 10.
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Häufige Fragen
Wie rauchig ist der SLYRS Bavarian Peat?
Das Malz hat laut Meininger 40 ppm Phenol. Das ist ein deutlich rauchiger Wert; die Brennerei beschreibt den Rauch als erdig und moosig.
Woher kommt der Torf?
Laut Meininger wird deutsche Gerste in Bayern über Torf deutscher Herkunft gedarrt. Ein konkretes Moor wird nicht genannt.
Seit wann gibt es den Bavarian Peat?
Er kam im November 2022 auf den Markt, zunächst im SLYRS-Webshop und im Brennerei-Shop.
Welchen Alkoholgehalt hat er?
43 % vol in der 0,7-Liter-Flasche.
Quellen
- Bavarian Peat: SLYRS launcht neuen rauchigen Single Malt – Meininger
- Slyrs Classic – Whisky.de (Brennereigeschichte)
- Produktangaben bei Amazon
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