Kurz gesagt: Powers Gold Label ist ein dreifach destillierter Blend aus Pot Still und Grain Whiskey, gereift in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche und ohne Kühlfiltration abgefüllt. Er gilt als würziger als viele andere Standard-Iren und war lange der meistverkaufte Whiskey in Irland.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Marke / Hersteller | Powers, Irish Distillers |
| Brennerei | Midleton Distillery, County Cork |
| Whisky-Typ | Blended Irish Whiskey |
| Zusammensetzung | Pot Still und Grain Whiskey |
| Destillation | dreifach |
| Fass | ehemalige Bourbonfässer (amerikanische Eiche) |
| Kühlfiltration | nein (laut Wikipedia) |
Was ist Powers Gold Label?
Powers Gold Label ist die Standardabfüllung der traditionsreichen irischen Marke Powers. Laut Wikipedia handelt es sich um einen dreifach destillierten Blend aus Pot Still und Grain Whiskey, gereift in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche und ohne Kühlfiltration abgefüllt. Lange Zeit war Powers Gold Label der meistverkaufte Whiskey in Irland selbst – auch wenn er international weniger bekannt ist als Jameson.
Zum Alkoholgehalt gibt es unterschiedliche Angaben: Wikipedia nennt 43 % vol., der französische Fachhändler Comptoir Irlandais 43,2 % vol. und weist darauf hin, dass die Abfüllung früher mit 40 % vol. auf den Markt kam. Maßgeblich ist das Etikett deiner Flasche; Flaschengröße und Details siehst du in der Produktbox oben. Weitere Blends findest du unter Irish Blended Whiskey.
Geschichte: Von der Thomas Street nach Midleton
Die Marke geht auf James Power zurück, einen Gastwirt, der 1791 in seinem Pub in der Dubliner Thomas Street eine kleine Brennerei einrichtete. Bis 1822 firmierte das Unternehmen als John Power & Son und war in die John’s Lane umgezogen, eine Seitenstraße der Thomas Street. Die Brennerei an der John’s Lane gehörte im 19. Jahrhundert zu den großen Dubliner Destillerien.
1975 eröffnete Irish Distillers die neue Midleton Distillery im County Cork; ein Jahr später endete die Produktion in der John’s Lane, Powers wird seitdem in Midleton hergestellt. Irish Distillers gehört seit 1989 zu Pernod Ricard. In Midleton entstehen auch Jameson und die bekannten Single-Pot-Still-Whiskeys wie Redbreast und Green Spot.
Herstellung: Pot Still im Vordergrund
Die Eckdaten des Powers Gold Label laut Wikipedia und Fachhändler:
- Blend aus Pot Still und Grain Whiskey
- dreifache Destillation in Midleton
- Reifung in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche – laut Comptoir Irlandais erste und zweite Befüllung
- ungetorft
- keine Kühlfiltration
Pot Still Whiskey entsteht aus gemälzter und ungemälzter Gerste und ist für seinen würzigen, öligen Charakter bekannt. Powers ist traditionell für einen hohen Pot-Still-Einfluss bekannt – das macht den Gold Label würziger als viele andere Standard-Blends. Mehr zu diesem Stil liest du in unserer Kategorie Single Pot Still.
Laut Comptoir Irlandais betonte Master Blender Bill Leighton bei der Umstellung auf die höhere Trinkstärke, dass sie den würzigen Charakter verstärke, die Getreidenote zurücknehme und den destillationsgeprägten Powers-Stil hervorhebe.
Stil: würzig, rund, Pot-Still-typisch
Comptoir Irlandais beschreibt den Whiskey als komplex, fein und rund. Erwarten kannst du einen Iren, der würziger und kerniger wirkt als sehr leichte Blends: Pot-Still-typische Noten wie Pfeffer, Gewürze und eine leicht ölige Textur treffen auf die Vanille und Süße der Bourbonfässer. Rauch spielt keine Rolle.
Wer bisher nur sehr milde irische Blends kennt, wird beim Powers einen deutlich kräftigeren Aromacharakter bemerken. Genau das schätzen viele Fans an der Marke.
Genuss, Zielgruppe und Alternativen
Pur aus einem Tumbler oder Nosing-Glas zeigt Powers seine Würze am besten; ein paar Tropfen Wasser runden ihn ab. Passende Gläser findest du in der Übersicht unserer Whiskygläser. In Irland wird er traditionell auch gern im Hot Toddy oder Irish Coffee getrunken, und mit Ginger Ale funktioniert er als Highball. Zu deftigem Essen wie Eintopf, Räucherfisch oder kräftigem Käse passt er gut.
Powers Gold Label lohnt sich für dich, wenn du einen preisbewussten Iren mit mehr Würze als die üblichen Blends suchst. Wenn du es noch milder möchtest, greif zu Jameson Original oder Tullamore D.E.W. Original. Wer mehr Pot Still will, landet bei einem echten Single Pot Still wie Redbreast 12 oder bei Writers’ Tears Copper Pot.
Eher nichts für dich ist Powers Gold Label, wenn du einen besonders sanften, fast neutralen Whiskey für Longdrinks suchst oder einen gereiften Sipping-Whiskey mit Altersangabe erwartest. Seine Stärke ist der kernige, würzige Charakter eines alltagstauglichen Iren – nicht Raffinesse aus langer Fassreife. Für einen ersten Eindruck vom Pot-Still-Stil ohne großen Einsatz ist er dagegen eine sehr naheliegende Flasche.
Whisky ist eine Spirituose: Genieße ihn bewusst und in Maßen – und nur, wenn du mindestens 18 Jahre alt bist.
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Häufige Fragen
Wo wird Powers hergestellt?
In der Midleton Distillery im County Cork. Ursprünglich stammte Powers aus der Dubliner John’s Lane, die Produktion zog 1976 nach Midleton.
Ist Powers Gold Label ein Single Pot Still?
Nein, er ist ein Blend aus Pot Still und Grain Whiskey. Powers bietet daneben auch reine Single-Pot-Still-Abfüllungen an.
Wie viel Alkohol hat Powers Gold Label?
Die Angaben schwanken zwischen 43 und 43,2 % vol.; früher wurde er mit 40 % vol. abgefüllt. Maßgeblich ist das Etikett.
Ist Powers Gold Label kühlgefiltert?
Laut Wikipedia nein.
Quellen
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