Kurz gesagt: Der Ballantine’s 12 ist ein zwölfjähriger Blended Scotch, der wie der Finest auf den Malts von Miltonduff und Glenburgie aufbaut. Händler beschreiben ihn als cremig mit Fruchtsalat, Sherry, Nüssen und Gewürz. Eine runde Wahl für den puren Genuss.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Marke | Ballantine’s (Chivas Brothers / Pernod Ricard) |
| Herkunft | Schottland |
| Whisky-Typ | Blended Scotch Whisky |
| Alter | 12 Jahre |
| Prägende Malts | Miltonduff, Glenburgie |
| Alkoholgehalt | 40 % vol |
Was ist der Ballantine’s 12?
Der Ballantine’s 12 ist ein Blended Scotch Whisky mit einer Altersangabe von 12 Jahren. Jeder Whisky im Blend hat also mindestens zwölf Jahre im Fass verbracht. Laut Master of Malt sind die wichtigsten Bausteine der Ballantine’s-Blends die Malts von Miltonduff und Glenburgie; daneben fließt Whisky aus rund 50 weiteren Brennereien ein. Abgefüllt wird er mit 40 % vol.
In der Range von Ballantine’s steht der 12-Jährige über dem Finest ohne Altersangabe. Er ist runder und eher für den puren Genuss gedacht, während der Finest vor allem als Basis für Longdrinks dient.
Herstellung: zwölf Jahre und ein großes Brennerei-Netz
Ein Blended Scotch kombiniert Malt Whiskys aus gemälzter Gerste, gebrannt in kupfernen Pot Stills, mit Grain Whiskys aus anderen Getreiden, die in Säulenbrennapparaten entstehen. Grain Whisky ist leichter und sorgt für Weichheit, Malt Whisky für Aroma und Charakter. Die Kunst des Blenders besteht darin, aus Dutzenden Komponenten Jahr für Jahr ein gleichbleibendes Profil zu formen.
Beim Ballantine’s 12 bleibt das Fundament dasselbe wie beim Finest: Die Malts von Miltonduff und Glenburgie prägen den Charakter. Der Unterschied liegt vor allem in der Reifezeit. Zwölf Jahre im Fass bringen mehr Holzeinfluss, mehr Rundheit und in der Regel mehr Fruchtnoten.
- Kernmalts: Miltonduff und Glenburgie
- Dazu Whisky aus rund 50 weiteren Brennereien
- Mindestens 12 Jahre Reifezeit
- Abfüllung mit 40 % vol
Konkrete Fasstypen nennt der Hersteller in den von uns aufgerufenen Quellen nicht.
Was bringen zwölf Jahre im Vergleich zu einem jungen Blend? Je länger ein Whisky im Fass liegt, desto mehr Aromen nimmt er aus dem Holz auf und desto mehr scharfe, junge Noten bauen sich ab. Gleichzeitig verdunstet ein Teil des Inhalts. Das erklärt, warum gereifte Blends runder wirken und im Regal höher angesiedelt sind.
Stil: cremig, fruchtig, nussig
Master of Malt beschreibt den Ballantine’s 12 in seinen Verkostungsnotizen so:
- Nase: Fruchtsalat, Sherry, gemischte Nüsse
- Gaumen: recht cremig, Mokka-Cappuccino, Buttergebäck, Gewürz
- Abgang: sanft, Gewürz und Früchtekuchen
Diese Notizen stammen vom Händler, nicht vom Hersteller. Sie zeigen aber, wohin die Reise geht: Gegenüber dem Finest ist der 12-Jährige dunkler, reichhaltiger und weniger auf Frische getrimmt. Rauch spielt in den Beschreibungen keine Rolle.
Genuss: pur oder mit einem Eiswürfel
Den Ballantine’s 12 probierst du am besten pur in einem Nosing-Glas oder Tumbler. Lass ihn ein paar Minuten stehen, damit sich die Frucht- und Nussnoten entfalten. Ein Tropfen Wasser oder ein großer Eiswürfel machen ihn weicher. Im Highball funktioniert er natürlich auch, wobei dort der Finest seinen Zweck ebenso erfüllt.
Passende Begleiter sind Nüsse, Früchtekuchen, Buttergebäck oder ein Espresso – die Notizen von Mokka und Gebäck greifen das auf.
Zur Aufbewahrung: Lagere die Flasche stehend, kühl und dunkel, damit der Korken nicht dauerhaft mit dem Whisky in Kontakt ist. Eine angebrochene Flasche hält sich so viele Monate; wird der Füllstand sehr niedrig, verliert der Whisky durch den Sauerstoff im Hals mit der Zeit an Aroma.
Whisky ist eine Spirituose für Erwachsene: Genieße ihn bewusst und in Maßen – Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren.
Finest und 12 Jahre im Vergleich
Die beiden Ballantine’s-Abfüllungen teilen sich das Fundament, unterscheiden sich aber im Einsatzzweck:
| Merkmal | Ballantine’s Finest | Ballantine’s 12 |
|---|---|---|
| Alter | ohne Altersangabe | 12 Jahre |
| Prägende Malts | Miltonduff, Glenburgie | Miltonduff, Glenburgie |
| Aufbau laut Händler | über 50 Single Malts, 4 Single Grains | Glenburgie, Miltonduff und Whisky aus rund 50 weiteren Brennereien |
| Alkoholgehalt | 40 % vol | 40 % vol |
Wenn du Ballantine’s bisher nur aus dem Longdrink kennst, ist der 12-Jährige ein guter Schritt, um die Marke pur kennenzulernen.
Für wen lohnt er sich – und Alternativen
Der Ballantine’s 12 lohnt sich, wenn du einen gereiften, milden Blend für den puren Genuss suchst, der nicht auf Rauch setzt. Für Fans von kräftigen, torfigen oder fassstarken Whiskys ist er zu zurückhaltend.
Vergleichbare zwölfjährige Blends sind der Chivas Regal 12 – ebenfalls aus dem Haus Chivas Brothers – und der Dewar’s 12 mit Double Ageing. Wer etwas Rauch möchte, greift zum Johnnie Walker Black Label.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Ballantine’s Finest und 12?
Beide bauen auf Miltonduff und Glenburgie auf. Der 12-Jährige trägt eine Altersangabe und ist runder, der Finest ohne Altersangabe ist vor allem für Longdrinks gedacht.
Ist Ballantine’s 12 rauchig?
In den Händlerbeschreibungen wird kein Rauch genannt; im Vordergrund stehen Frucht, Sherry, Nüsse und Gewürz.
Wer stellt Ballantine’s her?
Ballantine’s gehört zu Chivas Brothers, dem Scotch-Whisky-Unternehmen von Pernod Ricard.
Wie viel Alkohol hat Ballantine’s 12?
Er wird mit 40 % vol abgefüllt.
Quellen
- Ballantine’s 12 Year Old – Master of Malt
- Ballantine’s Finest – The Whisky Exchange
- Produktangaben bei Amazon
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