Kurz gesagt: Der Johnnie Walker Double Black baut auf dem Black Label auf, setzt aber mehr Islay-Whisky und stark ausgekohlte Fässer ein. Das Ergebnis ist laut Hersteller vollmundig mit deutlichem Torfrauch, Trockenfrucht und Vanille. Ein guter Schritt, wenn dir Black Label zu zurückhaltend ist.

Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Marke | Johnnie Walker (Diageo) |
| Herkunft | Schottland |
| Whisky-Typ | Blended Scotch Whisky |
| Alter | ohne Altersangabe |
| Besonderheit | mehr Islay-Whisky, stark ausgekohlte Fässer |
| Rauch | deutlich |
| Alkoholgehalt | 40 % vol |
| Inhalt | 0,7 l |
Was ist der Johnnie Walker Double Black?
Der Johnnie Walker Double Black ist ein Blended Scotch Whisky, der 2011 in den allgemeinen Verkauf kam. Die Idee: den bekannten Black Label dunkler und rauchiger interpretieren. Dafür setzt der Blend laut The Whisky Exchange mehr Islay-Whisky ein und nutzt Fässer, die stark ausgekohlt wurden. Abgefüllt wird er mit 40 % vol in der 0,7-Liter-Flasche.
Eine Altersangabe trägt der Double Black nicht. Das heißt nicht, dass er jung sein muss – der Hersteller legt sich nur nicht auf ein Mindestalter fest und hat so mehr Spielraum bei der Auswahl der Fässer.
Die Geschichte von Johnnie Walker beginnt im Lebensmittelladen von John Walker in Kilmarnock, wo in den 1820er-Jahren erste Whiskys verkauft wurden. Sein Sohn Alexander Walker entwickelte 1865 einen Hausblend. In den 1860er-Jahren kam die quadratische Flasche auf, 1877 wurde das um 24 Grad geneigte Etikett als Marke geschützt – beides bis heute Erkennungszeichen. Die Farbnamen „Red Label“ und „Black Label“ gibt es seit 1909. Das ursprüngliche Werk in Kilmarnock wurde 2012 geschlossen; die Produktion läuft seither an anderen Standorten des Eigentümers Diageo.
Der Double Black ist im Vergleich dazu ein junges Mitglied der Familie. Er erweitert die Range um eine Sorte, die gezielt Rauch und Holz in den Vordergrund stellt, ohne den typischen Johnnie-Walker-Stil aufzugeben.
Herstellung: Islay-Malt und verkohlte Fässer
Wie jeder Blended Scotch besteht der Double Black aus Malt Whiskys und Grain Whiskys. Zwei Stellschrauben machen ihn anders als den Black Label:
- Mehr Islay-Whisky: The Whiskey Wash nennt insbesondere Caol Ila, einen getorften Malt von Islay.
- Stark ausgekohlte Fässer: Beim Auskohlen wird die Innenseite des Fasses kräftig befeuert. Die Kohleschicht wirkt auf Farbe und Aroma und kann Noten von Röstung, Rauch und Karamell fördern.
Weitere Details zu Fasstypen, Anteilen oder Reifezeiten veröffentlicht der Hersteller in den von uns aufgerufenen Quellen nicht.
Stil laut Hersteller: Torfrauch und dunkle Frucht
Die von The Whisky Exchange zitierten Herstellernotizen beschreiben den Gaumen als vollmundig und komplex, mit dem typischen Johnnie-Walker-Torfrauch, dazu Rosinen, Sultaninen, Äpfel, Birnen, Orangenschale und Vanille. Der Abgang wird als lang beschrieben, mit würzigen Eichentanninen und anhaltendem Rauch.
Im Vergleich zum Black Label ist der Rauch also deutlich präsenter, ohne in die Richtung der sehr torfigen Islay-Malts zu gehen. Wenn du dich generell für Rauch interessierst, findest du weitere Beispiele in unserer Kategorie rauchiger Whisky.
Genuss: pur, auf Eis, im Smoky Highball
Pur in einem Tumbler oder Nosing-Glas kommen Rauch und Trockenfrucht gut zur Geltung. Ein Tropfen Wasser kann die fruchtigen Noten unter dem Rauch hervorholen. Auf Eis wird er runder, verliert aber etwas Aromatik.
Im Highball mit Soda oder Ginger Ale sorgt der Rauch für Tiefe; auch in Cocktails wie dem Penicillin kann er eine Rauchkomponente übernehmen. Als Begleiter funktionieren dunkle Schokolade, Grillgerichte oder würziger Käse.
Whisky ist eine Spirituose für Erwachsene: Genieße ihn bewusst und in Maßen – Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren.
Die Range im Überblick
Die Farben der Johnnie-Walker-Etiketten sind mehr als Marketing: Sie zeigen grob, was dich im Glas erwartet. Für die vier Sorten, die bei uns ein eigenes Porträt haben, sieht das laut Fachpresse so aus:
| Sorte | Alter | Prägende Bausteine | Stil |
|---|---|---|---|
| Red Label | ohne Altersangabe | Whiskys aus rund 40 Brennereien | würzig, leicht rauchig, für Mixgetränke gebaut |
| Black Label | 12 Jahre | u. a. Cardhu, Caol Ila, Talisker | ausgewogen, fruchtig, dezenter Rauch |
| Double Black | ohne Altersangabe | mehr Islay-Whisky, stark ausgekohlte Fässer | dunkler, deutlich rauchiger |
| Gold Label Reserve | ohne Altersangabe | Kern aus Clynelish | honigartig, cremig, leichter Rauch |
Alle vier werden mit 40 % vol abgefüllt. Ohne Altersangabe heißt übrigens nicht automatisch „jung“: Der Blender legt sich lediglich nicht auf ein Mindestalter fest. Steht eine Zahl auf dem Etikett, muss sie sich nach den Regeln für Scotch Whisky auf den jüngsten enthaltenen Whisky beziehen.
Für wen lohnt er sich – und Alternativen
Der Double Black lohnt sich, wenn du Black Label magst, dir aber mehr Rauch und Holz wünschst. Sehr viele Kundinnen und Kunden haben ihn online bewertet; er ist unter den rauchigen Blends entsprechend beliebt. Wer Rauch grundsätzlich nicht mag, ist mit dem Black Label oder dem fruchtigeren Gold Label Reserve besser bedient.
Rauchige Alternativen sind der Blended Malt Smokey Monkey oder – als Single Malt – Talisker oder ein Malt von Islay.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Black Label und Double Black?
Double Black enthält mehr Islay-Whisky und reift in stärker ausgekohlten Fässern. Er ist rauchiger und dunkler, trägt aber keine Altersangabe.
Hat Double Black eine Altersangabe?
Nein, er wird ohne Altersangabe verkauft, anders als der 12-jährige Black Label.
Wie stark ist der Double Black?
Er wird mit 40 % vol in der 0,7-l-Flasche abgefüllt.
Seit wann gibt es Double Black?
Laut The Whisky Exchange wurde er 2011 allgemein eingeführt.
Quellen
- Johnnie Walker Double Black – The Whisky Exchange
- How Johnnie Walker’s Colors Tell You Exactly What You’re Drinking – The Whiskey Wash
- Johnnie Walker Red Label vs. Black Label – WhiskyNotes
- Produktangaben bei Amazon
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